Über mich

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Ausbildungen:

  • Akademie für Verhaltenstherapie und Methodenintegration, Psychotherapieweiterbildung, Abschluss 2016
  • Ständige Weiterbildung in Analytischer Psychologie nach C.G.Jung (C.G.Jung Institut und autodidaktisch)
  • Fachperson psychologische Nothilfe, Abschluss 2012
  • Psychologiestudium Universität Zürich, Master-Abschluss 1996

Bisherige Tätigkeiten:

  • Delegiert arbeitender Psychologe in einer Gemeinschaftspraxis
  • Psychologe an der Tagesklinik Interlaken
  • Psychologe in der Stiftung Terra Vecchia, Detligen
  • Psychologe im Massnahmezentrum St.Johannsen, Erlach
  • Psychologe in den Universitären Psychiatrischen Diensten Bern
  • Psychologe und Kursleiter an der Schule für Naturheilkunde Epidaure in Yverdon

Mitgliedschaften:

  • FSP Föderation Schweizer Psychologen, Bern
  • VBP Verband Bernischer Psychologinnen und Psychologen
  • EMR Erfahrungsmedizinisches Register, Basel

Sprachen:

Deutsch, Französich, Englisch

Porträt

„Sie möchten den für Sie „richtigen“ Psychologen finden– lebenserfahren, fachkompetent, und vertrauenswürdig, der pragmatisch und empathisch vorgeht?

Sie möchten wissen, mit wem Sie es zu tun haben?

Vielleicht helfen Ihnen diese Zeilen, mich als Person und Mensch etwas besser zu spüren:

Ich heisse Stefan Siegfried, bin 1965 in Münsingen im Kanton Bern geboren und dort aufgewachsen.

Ich war schon früh ein Suchender und habe im Alter von 12 Jahren die Lektüre meiner Mutter „Erich Fromm: Haben oder Sein“ „entwendet“ und darin erste Impulse erhalten, was denn wichtig sein könnte im Leben. Ich liebte ebenfalls früh die Abgeschiedenheit der Natur auf Velotouren und Wanderungen oder bei der Arbeit auf dem Bauernhof meiner Grosseltern.

Von dort habe ich noch heute diesen Drang, Arbeit auch physisch zu erleben, anzupacken, an meinem Wohnort im Kiental im Berner Oberland dauernd einen weiteren Umbau vorzunehmen, den Garten umzustechen oder Holz zu sägen… So kann der Impuls: „So nun schlagen wir den Nagel aber ein!“ durchaus in meiner therapeutischen Arbeit fühlbar sein: er ist immer „veränderungsfreudig“, unterstützend und zuversichtlich gemeint – nie ungeduldig – klar ist auch, dass eben oft auch nichts „getan“ werden kann/soll – gerade die Auseinandersetzung mit seinen Gefühlen führt ins Sein hinein: sich seiner Verletztheit zu stellen ist ja gerade das Gegenteil von „Tun“ (das Tun vorher ein Vermeiden, Ausweichen, Wegrennen).

Und auch den Fahrradtouren bin ich treu geblieben: fast sämtliche Ferien verbringe ich radfahrend  in Italien oder auch mal weiter weg.

Monstertour durchs Hochland (5)

Nach einer turbulenten Jugend mit viel Rebellentum fand ich in einem Jungschen Psychologen einen echten Lehrer und Mentor, dem ich auch meinen Entscheid zum Studium der Psychologie an der Uni Zürich verdanke. 1996 machte ich dort den Masterabschluss, 2006 begann ich eine Verhaltenstherapieausbildung bei der Akademie für Verhaltensmodifikation und Methodenintegration in Bern, und habe parallel in verschiedenen Berufsfeldern der Psychologie und Psychotherapie gearbeitet (Psychiatrie, Strafvollzug, Suchtinstitution, geistige Behinderung).

Heute bin ich Psychologe FSP mit eigener Praxis in Bern. Spezialisiert auf Schlafstörungen und Alpträume.

Zwei Hauptinteressen prägen meine Arbeit : Eine und die vielleicht wichtigere „Leidenschaft“ liegt im Fühlen: Was sagt derjenige in mir, der fühlt? Was sagt das „Herz“? Die Seele? Mit meinen eigenen „schwierigen“ oder „verletzten“ oder „suboptimalen“ Seiten in Kontakt zu kommen, war meine schwierigste Reise im Leben, aber sie allein hat das Mitgefühl (mit mir) für meine mich aufsuchenden Klienten vertieft – und ihnen ebenfalls Mitgefühl mit sich nahezubringen erlebe ich täglich als meine vornehmste Aufgabe.

Dann auch der Themenkreis Schlaf-Traum-verschiedene Bewusstseinszustände-Intuition-Achtsamkeit. Durch meine authentischen Erfahrungen und meinen Hintergrund mit meinem eigenen Unbewussten (aus Träumen und Gefühlsarbeit und Meditation) fällt es mir leicht, den Menschen und seine Leiden wie Ängste und Depressionen im Kontext seines ganzen „Bewusstseinsspektrums“ zu sehen. Oft hat nämlich unsere unbewusste „grössere Persönlichkeit“ für uns und unser Leben die Lösungen bereit – aber es gilt natürlich auf diese seine  inneren Botschaften zu hören und sie zu verstehen.

Weiter glaube ich, dass mir der Geist der „Achtsamkeit“ geholfen hat, mich selber und meine privaten und beruflichen Beziehungen genauer wahrzunehmen und mit Menschen liebevoller und geduldiger umzugehen.“

Wir Menschen sind Beziehungswesen und die reine Innenschau allein genügt nicht: Soziale Kompetenz im Alltag und Kommunikationsfertigkeiten mit der Partnerin/dem Partner wollen trainiert sein – da geht es um die Frage, wie sich in konkreten Situation zu verhalten, zu kommunizieren, damit die gewünschten Veränderungen eintreten können.

Wenn Sie mich fragen, wer ich denn als Therapeut bin im Vergleich zu anderen Psychologen, so würde ich meinen, dass mich einige Punkte, zusammengefasst „Engagement, Präsenz und Wärme“ ausmachen:

  • Sich nicht damit zufrieden gibt, Sie und Ihr Anliegen oder Ihre Ausgangssituation zu verstehen, sondern Ihnen zu echter Veränderung und Verbesserung verhelfen wollen.
  • Ihnen von Anfang an „reinen Wein“ darüber einschenken, was veränderbar ist und wo allenfalls über Einstellungen oder eine ganz neue Sicht auf das Anliegen Entlastung gewonnen werden kann.
  • Sich nicht hinter einer professionellen Maske verstecken, sondern die Dinge mit verständlichen Worten beim Namen nennen und mich als gleichwertigen Menschen zeigen.
  • Allein durch die Beziehungsgestaltung über die „Erbringung einer Dienstleistung“ hinausgehen und Ihnen damit auch den Glauben an Ihre Ressourcen und die Gestaltbarkeit Ihres Lebens zurückgeben.
  • Und Ihnen auch zwischen den Sitzungen und bei Bedarf telefonisch zur Verfügung zu stehen.

Würden Sie immer noch zögern, nehmen Sie Kontakt auf und überzeugen Sie sich selbst, ob die Chemie stimmt und lernen Sie mich in einem Erstgespräch unverbindlich näher kennen!

 

Seliger Schlaf – oder das revolutionäre Potenzial des Schlafs

Warum mich die Therapie von Schlafstörungen fasziniert:

Ich selber hatte eine intensive Zeit mit Träumen im Alter von etwa 22 Jahren. Die Träume beunruhigten mich derart (ich träumte immer wieder, dass ich sterben müsse), dass ich deshalb einen Jungschen Psychologen und Traumanalytiker aufsuchte: Mein Schlaf war durch diese Alpträume massiv gestört, doch mir ging durch diese Hinwendung zu den Träumen zum ersten Mal auf, dass sich mein Sein nicht auf das Wachbewusssein während des Tages beschränkt, sondern dass ich in der Nacht viele „Reisen“ unternahm – dies oftmals scheinbar hellwach. Mit der Beschäftigung mit Träumen wurde mir klar, dass der Umfang der Psyche weit grösser ist als dies im Alltag scheint, wo es scheinbar nur diese sichtbare Realität gibt, die nach physikalischen Gesetzen funktioniert und uns auch viele Beschränkungen auferlegt.

Die Tatsache, dass wir Menschen in Schlaf-/Wachrhythmen natürlicherweise zwischen den gebundenen, ichhaften Zuständen des Wachens, den schöpferischen des Träumens und den inhaltslosen, aber „seligen“ des Tiefschlafs hin und her oszillieren, schien mir von da ab eine wichtige Bedeutung zu haben.

In der östlichen Philosophie werden diese natürlichen Fluktuationen der Bewusstseinszustände genutzt, um von den vergänglichen, ichhaften Zuständen des Alltags zu den subtileren des Traums und den gegenstandslosen des Tiefschlafs mehr und mehr zum unveränderlichen Sein des Menschen vorzudringen. Die weitere Kultivierung von bewussten gegenstandslosen Zuständen in der Meditation liessen mich den Tiefschlaf und seine „Seligkeit“ weiter als interessant erscheinen; im Übergang der Zustände beim Erwachen schwingt diese oftmals noch nach.

Die meisten Menschen scheinen heute nach dem Motiv des Filmemachers R.W.Fassbinder: „Schlafen kann ich, wenn ich tot bin“ zu leben, alles Erstrebenswerte ziehen sie aus der Beeinflussung und Veränderung der Aussenwelt und scheinen oftmals nicht zu sehen, wie vergänglich sämtliche der „weltlichen“ Ziele sind und wie wenig dauerhaft sie glücklich machen, auch wenn man sie erreicht.

Die Häufung von Schlafstörungen in der heute von Leistungsdruck und Funktionalität bestimmten Zeit sind ein Ausdruck dieses gestörten Gleichgewichts zwischen den Zuständen, alles Tun und Streben im Alltag scheint wichtiger als das Innehalten, in sich Hinein horchen oder das Sein im Traum und Schlaf.

Ich möchte mich als Therapeut dafür einsetzen, dass diese Balance wieder gelingt. Bei einem konkreten Menschen mit einer langjährigen Schlafstörung geht es zu Beginn um eine Reduktion der Symptome und dass er möglichst bald wieder genügend und gut schlafen kann. Es gibt dazu ein verhaltenstherapeutisch erprobtes Vorgehen, bei dem schlafbehindernde Gewohnheiten verändert werden und das sorgenvolle Grübeln während der Nacht mit langen Bettliegezeiten unterbrochen wird.

Selbstverständlich existiert eine Schlafstörung selten als ein isoliertes Problem, sondern sie hat Auslöser und Ursachen wie beispielsweise eine depressive Episode oder auch Ängste bezogen auf die Bewältigung von sozialen Situationen oder Anforderungen im Beruf.

Wenn es nach der Phase der Symptomreduktion gelingt, diese Ursachen einzubeziehen und bspw. die zugrundeliegenden  Ängste zu behandeln, zu entmachten, ist eine nachhaltige Beseitigung der Schlafprobleme gewährleistet.

Selten geht es dabei ohne Veränderungen in der Lebensführung und so kann die eingangs geschilderte Balance von Tun, von Anstrengung, Verfolgung von Zielen und von Entspannung, von Sein wieder gelingen.

Ein Schritt kann etwa das Erlernen eines Entspannungstrainings wie Progressive Muskelrelaxation oder achtsamkeitsbasierter Meditation sein.

So gesehen hat der „schlafgestörte“ Mensch auch die Chance, eben durch seine Störung seine Lebensführung zu überdenken und zu einem neuen Gleichgewicht zu finden – revolutionär ist dies in dem Sinn, als dass die gesellschaftliche Vorherrschaft des Leistungsdrucks und der Zwänge gebrochen wird und der betroffene Mensch sein Leben nun nach seinen eigenen Prioriäten der Balance der verschiedenen „Bewusstseinszustände“ ausrichtet – konkret so, dass für ihn wieder Lebensfreude und Stimmigkeit entsteht.